Schilddrüsenunterfunktion beim Hund und unsere Odyssee
Die Schilddrüsenunterfunktion beim Hund bleibt oftmals lange unerkannt. Bei Baro war es so. Wir haben eine Odyssee hinter uns, in Bezug auf Hundetrainer und Tierärzte, weil niemand auf die Idee kam, der Hund könne ein gesundheitliches Problem haben.
Selbst nach einer Blutuntersuchung, bei der die Schilddrüsenwerte gecheckt wurden, hieß es, die Schilddrüse ist in Ordnung. Erst einmal war es so, dass ich auf diese Untersuchung bestehen musste, die Tierärztin sich geradezu weigerte, die Schilddrüsenwerte zu checken. Bei der Untersuchung kam heraus, dass der T4- Wert viel zu niedrig war, jedoch alle anderen Werte in Ordnung schienen. Damit war für die Tierärztin klar, es kann keine Schilddrüsenproblematik vorliegen.
Mir ließ es jedoch keine Ruhe, und, wie meine Recherchen im Internet zeigten, kann es sehr wohl sein, dass die Werte (selbst der T4 Wert) im Referenzbereich liegen und der Hund trotzdem eine Schilddrüsenunterfunktion hat.
Zur Vorgeschichte: Baro entwickelte sich bis kurz vor seinem zweiten Lebensjahr, wie ein völlig normaler Hund. Ausser, die Erkenntnis kam mir jedoch viel später, dass er, z.B. nach dem Training bereits im Welpen- und Junghundealter immer sehr aufgedreht war, nicht zur Ruhe kam, wo man eigentlich dachte, er müsse nun müde sein. Beim Training war er sozusagen ein Vorzeigehund. Um ihn herum konnte das Chaos toben, davon ließ er sich nie anstecken. Alles lief perfekt.
Kurz, bevor er zwei Jahre wurde, ca. Anfang 2009, fing es dann mit extremen Verhaltensauffälligkeiten und körperlichen Symptomen an. Bei Spaziergängen war er auf einmal nicht mehr ansprechbar, er kam mir vor, wie in seiner eigenen Welt, wie in einem Tunnel. Der gut erzogene Hund, hörte auf einmal nicht mehr, reagierte gar nicht. Dazu kam kurze Zeit später, dass er nachts nun sehr unruhig war, immerzu hechelte und herumlief. Ich erinnere mich noch gut, dass das mal 3 Wochen am Stück so ging. Da hieß es dann von diversen Personen, ich solle das ignorieren, er wolle Aufmerksamkeit etc. Das konnte ich mir nicht vorstellen.
Was ich auch nie verstanden habe, warum er wie ein Irrer an der Leine zog, in Situationen, die aufregend für ihn waren, obwohl er von klein auf doch gelernt hatte, an der Leine zu gehen, ohne zu ziehen. Nun verstärkte sich die Unruhe nach Trainings und nach Spaziergängen noch weiter. Er kam danach nicht zur Ruhe, lag da, atmete oftmals sehr schnell und brauchte teilweise 3 Stunden, um „runterzukommen“.
Es passierten weitere Dinge, die ich gar nicht kannte: z.B. ich saß irgendwo mit ihm an der Leine und auf einmal, von jetzt auf gleich, sprang er auf und hing in der Leine. Da hab ich mich das ein oder andere Mal auch lang hingelegt. Diverse Trainer meinten, der Hund sei dominant, die Tierärztin meinte, er hätte Probleme mit seiner Männlichkeit, daher nachts das Rumrennen und Hecheln. Da ich jedoch mit läufigen Hündinnen spazieren gehen konnte, ohne, dass der Hund diese Symptome zeigte, glaubte ich daran nicht, genauso wenig, die daran, Baro sei dominant.
Mittlerweile war ich davon überzeugt, dass gesundheitlich mit ihm etwas nicht stimmen könne und habe jegliche Trainings gestrichen und bin zum Tierarzt. Durch Informationssammlung im Internet, kam mir der Verdacht, er könne was mit der Schilddrüse haben, dies wollte ich abklären lassen. Wie bereits oben zu lesen war, hieß es dann die Schilddrüse ist in Ordnung, er habe halt Probleme mit seiner Männlichkeit. Daraufhin recherchierte ich weiter.
Zzwischenzeitlich war ich soweit, dass ich ihm das Herz untersuchen lassen wollte, da es bei Herzproblemen zu ähnlichen Symptomen kommen kann, denn die Schilddrüse war ja angeblich in Ordnung. In einem Forum wurde eine Tierärztin in der Nähe empfohlen, die Kardiologin ist und sich auch sehr gut mit der Schilddrüsenproblematik auskennen sollte. Dort machte ich Ende Oktober 2009 einen Termin.
Ich hatte genau aufgeschrieben, welche Symptome Baro zeigt und welche Verhaltensauffälligkeiten auftreten. Sie meinte dann, alles, was ich ihr über Baro berichtete, passe sehr gut zu einer Schilddrüsenproblematik, bis auf die Tatsache, dass er ständig Kälte suche (er lag zu dieser Zeit immer nur draussen, nur dort kam er ein wenig zur Ruhe). Wir haben dann die Werte nochmals gecheckt (dies wurde in den USA gemacht, da der TSH-Wert lt. Aussage der Tierärztin in Deutschland nicht zuverlässig bestimmt werden kann, da das Testverfahren für Tiere diesbezüglich nie weiterentwickelt wurde). Dabei kam wieder heraus, dass der T 4-Wert fast nicht mehr messbar war (0,7), alle anderen Werte waren wieder in Ordnung. Daher wurde dann ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht, bei diesem wird das Volumen bestimmt. Dabei kam heraus, dass Baro´s Schilddrüse zu klein ist.
Mittlerweile hatten wir Dezember 2009 und wir fingen an ihn mit Forthyron 400 zu substituieren. Auch ab da lief nicht alles rund. Wir sollten einsteigen mit der doppelten Dosis der Höchstdosis laut Packungsbeilage (d.h. 1600 Mikrogramm, verteilt auf zweimal täglich). Nach ca. 2 Wochen, habe ich gedacht, Baro stirbt. Er hyperventilierte, als er lediglich eine Treppe hochgegangen war. Daraufhin sollte ich die Dosis um die Hälfte reduzieren (also 800 Mikrogramm täglich). Beim ersten Check danach lag Baro´s Wert bei 2,1 und ich hatte das Gefühl es ginge ihm gut. Die nächtliche Unruhe war komplett weg, er bzw. wir konnten nach einem dreiviertel Jahr endlich wieder vernünftig schlafen. Er war bei Spaziergängen und Trainings wieder ansprechbar, er lief auf einmal, auch in Situationen, die er nicht kannte und die aufregend waren, besser an der Leine, er zog nicht mehr. Er war alles in allem viel besser zu handeln und kam auch nach aufregenden Erlebnissen, schneller zur Ruhe und atmete auch nicht mehr so heftig. Wir waren auf einem guten Weg.
Die Tierärztin meinte aber, der Wert müsse noch höher sein, so erhöhten wir von 800 Mikrogramm auf 1200 Mikrogramm, was kurz darauf wieder geändert wurde auf 800 Mikrogramm, da bei dem Check danach der Wert wieder nur bei 1,6 lag, erhöhte ich auf 1000 Mikrogramm. Also ein Hin- und Her. Ich hatte zwischenzeitlich gelesen, dass man eine Dosis nach oben oder unten langsam anpassen sollte. Auch der Einstieg mit der doppelten Höchstdosis laut Packungsbeilage war nicht wirklich sinnvoll.
Durch einen glücklichen Zufall lernte ich eine Tierärztin kennen, die sich mit dem Thema Schilddrüsenunterfunktion beim Hund wirklich richtig gut auskennt. Dort musste ich erst einmal einen 20-seitigen Fragebogen ausfüllen zu körperlichen Symptomen und Verhaltensauffälligkeiten und sie entschied, dass es nach dem ganzen Hoch- und Runterschrauben der Dosis innerhalb von ein paar Wochen, besser sei, Baro jetzt erst mal zur Ruhe kommen zu lassen und die 1000 Mikrogramm jetzt erst einmal konstant über 8-10 Wochen zu geben. Beim Check danach lag der Wert bei 2,0 also noch zu niedrig. Jetzt bekommt Baro seit 3 Wochen 1200 Mikrogramm. Ihm geht es heute gut, ob es bei der Dosis bleibt ist erst mal abzuwarten. Natürlich kann man nicht erwarten, dass sich über eine lange Zeit etablierte Verhaltensweisen durch die Tablettengabe in Luft auflösen, daran muss weiter gearbeitet werden.
Die Einstellung ist nicht so einfach, da der Wert auch durch ganz viele Dinge beeinflusst werden kann. Z.B. durch Stress, durch die Ernährung, Sommer/Winter (Temperaturen) etc. Es gibt Leute die meinen „da gibt man ein paar Tabletten und gut ist“. So ist es aber leider nicht, jedenfalls nicht bei Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten. Die Krankheit wird von vielen Leuten, auch von manchen Tierärzten, verharmlost.
Eine Schilddrüsenunterfunktion ist eine ernstzunehmende Krankheit mit weitreichenden, weiteren gesundheitlichen Folgen, die auch vererbt werden kann. Es gibt auch die Möglichkeit, dass der Körper Anti-Körper gegen die Schilddrüse bildet und sich diese auflöst, es gibt auch Krankheiten, die eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen können. Lt. seiner Züchterin hat Baro´s Mutter eine Schilddrüsenunterfunktion. Mir ist wichtig, dass es ihm nun besser geht und hoffentlich, wenn er mal richtig eingestellt ist, richtig gut geht.
Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion sind stressanfälliger, als „normale“ Hunde, kommen schlechter zur Ruhe, sind spontaner und reaktiver, sind hyperaktiv, fixieren oft Dinge/Menschen oder etwas, wo wir nichts sehen, sind oft nicht ansprechbar, wie in einem Tunnel, sie bekommen dann wirklich nichts mit, es gibt Probleme mit der Leinenführigkeit, Verhaltensauffälligkeiten können sogar bis hin zur Agressivität gehen. Es gibt natürlich noch weitere Auffälligkeiten und körperliche Symptome. Weiter unten gibt es interessante Links zu diesem Thema.
Bei der Ernährung eines Hundes mit Schilddrüsenunterfunktion sind einige Dinge zu beachten. Wer barft (ich habe eine Zeit lang gebarft) hat es schwer, da man nicht gewährleisten kann, dass der Hund über die Nahrung immer den gleichen Anteil Jod aufnimmt (manche Schildi´s reagieren sehr stark bei schwankender Jodzufuhr). Ich bin u.a. daher wieder zurück zum Trockenfutter. Desweiteren sollten diese Hunde keinen Leinsamen und Mais zu sich nehmen, da beides die Tyroxin-Aufnahme hemmt. Das L-Tyroxin wird in der Regel zweimal täglich gegeben. Der Abstand zwischen den beiden Tabletten sollte 12 Stunden betragen. Die Nahrung sollten die Hunde frühestens eine halbe Stunde nach Tablettengabe zu sich nehmen. Dies ein Leben lang.
Golden Retriever, sind mit einigen anderen Rassen weit oben in der Statistik für Hunde mit Schilddrüsenunterfunktion, jedoch werden hier in Deutschland von Zuchtverbänden diesbezüglich noch keine Maßnahmen getroffen. In den USA ist man soweit, dass jeder Hund, der die Zuchtzulassung bekommen soll, auf seine Schilddrüse gecheckt wird, wenn der Hund eine Schilddrüsenunterfunktion hat, darf mit ihm nicht gezüchtet werden. Hier in Deutschland wird diese Krankheit, wie bereits erwähnt, leider verharmlost.
Weitere gesundheitliche Probleme bei Schilddrüsenunterfunktion können sein z. B. Herz- und Nierenerkrankungen. Dies sind Erfahrungen, die ich gemacht habe und Informationen, die ich mir angelesen habe. Das Thema ist natürlich noch vielschichtiger. Daher finden Sie weiter unten hilfreiche und interessante Links dazu. Wenn ein Hund plötzlich auffällig in seinem Verhalten wird, in welcher Form auch immer, sollte man sinnvoller Weise einen kompletten Gesundheitscheck machen lassen, da Krankheiten sich stark auf das Verhalten auswirken können, nicht nur die Schilddrüsenunterfunktion.
Lesen Sie auch in Kürze hier die Geschichte von Claudia und Lanya, einer Rodesien-Ridgeback/Schäferhund/Leonberger-Mix-Hündin. Sie hat auch Schilddrüsenunterfunktion und auch bei ihr hat es gedauert, bis dies herausgefunden wurde. Sie zeigte ganz andere Verhaltensauffälligkeiten, als Baro. Dies soll verdeutlichen, wie vielschichtig diese Krankheit sein kann.
Wer dies liest und ähnliche Probleme mit seinem Hund hat, sollte auf jeden Fall die Schilddrüse checken lassen, um vielleicht nicht so lange im "Dunkeln zu tappen", wie wir.
Hier nun Lanya´s und Claudia´s Geschichte
Lanya ist die Tochter aus einer Schäferhund-Leonberbermix Hündin und einem Rhodesian Ridgeback Rüden. Geboren am 29.11.2006.
Im Oktober 2007 haben wir beschlossen uns einen Hund anzuschaffen. Auf der Suche danach sind wir in mehreren Tierheimen gewesen. Ich wusste genau was es nicht sein sollte. Eine Hündin und auf gar keinen Fall ein Schäferhund oder ein Mix daraus.
Nachdem wir in diversen Tierheimen erfolglos geschaut haben ist meine Freundin auf die Idee gekommen nach Bad Sassendorf ins Arnberger Model zu fahren. Gesagt getan. Dort angekommen kam eine grosse Schäfermixhündin auf mich zu und hing mir die ganze Zeit an den Fersen. Meiner Freundin hat sie sehr gut gefallen. Ich wollte so was ja nun mal nicht. Da war ein Mixrüde aus Spanien, der mir sehr gut gefallen hat. Eine Woche später sind wir dann noch mal hingefahren, da ich die Entscheidung ja nicht ohne meinen Mann fällen wollte.
Wir kamen durch das Tor und ich hatte mit einem Mal zwei Pfoten auf den Schultern. Die Schäfermixhündin….. Meinem Mann gefiel der Rüde nicht und diese Hündin machte deutlich klar wie sehr sie auf mich stand. Also haben wir uns nach ihr erkundigt. 1 Stunde später saß sie in unserem Kofferraum auf dem Weg nach Hause. So ist Lanya zu uns gekommen. Das war am 21.Oktober 2007.
Sie war zu dem Zeitpunkt 10 Monate alt und hatte 3 Monate in diesem Tierheim verbracht. Vermittelt wurde sie uns als Schäferhundmix. Allerdings war mir klar das da noch mehr drin sein musste, was wir über Kontakt zu den Vorbesitzern erfahren haben.
Lanya hat an ständigemDurchfall gelitten. Wie Wasser. Alle drei vier Monate konnte ich die ganze Wohnung putzen. Mein Tierarzt hat nichts gefunden. Sie war nach deren Aussage gesund. Da war ich andere Meinung, Lanya wog mit 67 cm Schulterhöhe gerade mal 28 kg.
Egal welches Futter sie bekam, immer wieder dasselbe Problem.
Die ersten Tage war alles in Ordnung. Zu Hause war dieser Hund ein Traum. Aber auf den Spaziergängen kristallisierte sich immer deutlicher ihr Problem raus. Sie hatte eine massive Leinenaggression. Allerdings kam sie gar nicht runter, wenn sie sich erst mal aufgeregt hat.
Andere Hunde brachten sie völlig aus der Fassung. Sie heulte, fiepte, schrie. Trainer um Trainer wurde zu Rate gezogen mit dem Erfolg das ich mir nur immer unfähiger fühlte. Ich bin schuld, ich kann diesen Hund nicht führen. Das bekam ich zu hören. Sie/wir sind ein hoffnungsloser Fall.
Ich war soweit und wollte den Hund wieder abgeben. Ich konnte nicht mehr, man konnte kaum mit ihr auf die Strasse gehen. Sobald sie einen Hund von weitem sah, rastete sie aus und man hatte fast ein halbe Stunde Theater mit ihr.
Da sie ansonsten ein total lieber Hund war, kam von meinem Mann der Vorschlag, ihr noch ein halbes Jahr Zeit zu geben und sich einen Profitrainer zu suchen. Das war im Februar 2009.
Wir sind dann im März zu einem Tagesseminar gefahren. Da kam der entscheidende Tipp. Nachdem die Trainerin eine Weile mit uns gearbeitet hatte, fragte sie ob Lanyas Schilddrüsenwerte untersucht worden wären. Wir haben das verneint. Ich hatte bis dahin noch nie davon gehört das Hunde das haben können.
Zu Hause habe ich mich dann auf die Suche gemacht, zum einen nach einem neuen TA, zum anderen im Netzt nach Infos über SDU Hunde. Siehe da, es gab viele Übereinstimmungen mit meinem Hund.
Ich habe dann einen Termin mit dem TA vereinbart und ihr Blut abnehmen lassen. Sie lag im unteren Drittel der Werte. Eigendlich wäre das nicht behandlungsbedürftig. Aber wenn ein Hund verhaltensauffällig ist, sollte man behandeln.
Meine TAtin machte mir den Vorschlag sie mit Forthyron zu behandeln und regelmässig zu prüfen wie ihre Werte aussehen.
Im April 2009 haben wir angefangen sie zu behandeln. Es waren schnell Erfolge zu sehen. Lanya wurde ruhiger, konnte sich in der Wohnung entspannen. Hundebegegnungen brachten sie zwar immer noch zum Ausrasten, allerdings kam sie ganz schell wieder runter.
Im November 2009 haben wir ihr Blut abnehmen lassen und die Werte waren wieder sehr im Keller. Daraufhin wurde die Medikamentendosis langsam verdoppelt. Mit fatalen Folgen.
Lanya reagierte auf alles. Menschen, Tiere, Autos usw. Sie raste hinterher und hätte wohl auch zugebissen. Im Februar 2010 haben wir dann wieder angefangen zu reduzieren und lagen dann bei 800 mikrogramm Forthyron am Tag auf drei Gaben verteilt.
Seit dem ging es im Verhalten aufwärts. Man konnte mir ihr arbeiten. Sie hat sich konzentriert und war auch nicht mehr so sehr gestresst, sie war ansprechbar.
Im März 2010 bin ich wegen einigen Problematiken mit ihr zu einer Heilpraktikerin mit schamanischen Fähigkeiten. Das war ein Volltreffer für uns. Lanya ist mit Globolies eingestellt worden und wir haben uns aus dem Forthyron ausgeschlichen. Sie wurde entgiftet und wir haben eine Futterumstellung gemacht.
Das Ausschleichen aus den Medis hat fast 2 Monate gedauert. Mittlerweile haben wir September 2010 und Lanya bekommt nur noch Globolies. Ihre Blutwerte sind ok und der Hund selber auch. Sie kann entspannen und auch zur Ruhe kommen. Man kann mit ihr arbeiten und auch Sport treiben. Sie läuft sehr gut im Agi und wir werden die Zielobjektsuche anfangen. Ihre Unsicherheit hat sich gegeben. Ihre Unverträglichkeit mit anderen Hunden konnte ich mit Hilfe einiger sehr guter Trainer in händelbare Bahnen lenken.
Seit der Behandlung ist auch der Durchfall weg. Sie wiegt heute 37 kg.
Ich möchte mit unserer Geschichte, wie Gaby Betroffenen Mut machen. Nicht ihr seit das Problem sondern die Krankheit eurer Hunde, die von vielen nicht als Krankheit gesehen wird.
Es ist oft ein langer und schwieriger Weg zu einer Diagnose, die uns Halter verzweifeln lässt, aber es ist nicht hoffnungslos. Allerdings muss uns bewusst sein, das ein SDU Hund nie ganz normal sein wird. Sie sind mit ADHS Kindern zu vergleichen und brauchen eine stabile, klare Führung und einen Halter, der sie versteht. Einfach zu händeln sind diese Hunde nicht, aber für mich ist Lanya ein absoluter Traumhund und ich bin froh sie zu haben.
Ich habe allerdings auch Angelika Lederer , von der Gaby auch geschrieben hat, viel zu verdanken. Sie hat mir mit ihren Gesprächen mit Lanya mir meinen Hund noch näher gebracht und mir Wege gezeigt ihr mit Reiki helfen zu können.
An die Besitzer von Rassehunden kann ich nur appelieren, sprecht mit eurem Züchter und gebt nicht auf über diese Krankheit zu sprechen. Viele wollen es nicht wahrhaben und züchten mit betroffenen Hunden. Was sie zukünftigen Besitzern antun, das wisst ihr am Besten.
Bei Lanya vermuten wir das sie vom Vater her diese Krankheit geerbt hat. Er ist ein Ridgeback und die sind leider sehr häufig von einer SDU betroffen. Leider haben wir die SDU noch gefördert weil wir sie haben kastrieren lassen. Das bringt den Hormonhaushalt eines Hundes sehr durcheinander und kann eine SDU zur Folge haben.
Im Oktober 2007 haben wir beschlossen uns einen Hund anzuschaffen. Auf der Suche danach sind wir in mehreren Tierheimen gewesen. Ich wusste genau was es nicht sein sollte. Eine Hündin und auf gar keinen Fall ein Schäferhund oder ein Mix daraus.
Nachdem wir in diversen Tierheimen erfolglos geschaut haben ist meine Freundin auf die Idee gekommen nach Bad Sassendorf ins Arnberger Model zu fahren. Gesagt getan. Dort angekommen kam eine grosse Schäfermixhündin auf mich zu und hing mir die ganze Zeit an den Fersen. Meiner Freundin hat sie sehr gut gefallen. Ich wollte so was ja nun mal nicht. Da war ein Mixrüde aus Spanien, der mir sehr gut gefallen hat. Eine Woche später sind wir dann noch mal hingefahren, da ich die Entscheidung ja nicht ohne meinen Mann fällen wollte.
Wir kamen durch das Tor und ich hatte mit einem Mal zwei Pfoten auf den Schultern. Die Schäfermixhündin….. Meinem Mann gefiel der Rüde nicht und diese Hündin machte deutlich klar wie sehr sie auf mich stand. Also haben wir uns nach ihr erkundigt. 1 Stunde später saß sie in unserem Kofferraum auf dem Weg nach Hause. So ist Lanya zu uns gekommen. Das war am 21.Oktober 2007.
Sie war zu dem Zeitpunkt 10 Monate alt und hatte 3 Monate in diesem Tierheim verbracht. Vermittelt wurde sie uns als Schäferhundmix. Allerdings war mir klar das da noch mehr drin sein musste, was wir über Kontakt zu den Vorbesitzern erfahren haben.
Lanya hat an ständigemDurchfall gelitten. Wie Wasser. Alle drei vier Monate konnte ich die ganze Wohnung putzen. Mein Tierarzt hat nichts gefunden. Sie war nach deren Aussage gesund. Da war ich andere Meinung, Lanya wog mit 67 cm Schulterhöhe gerade mal 28 kg.
Egal welches Futter sie bekam, immer wieder dasselbe Problem.
Die ersten Tage war alles in Ordnung. Zu Hause war dieser Hund ein Traum. Aber auf den Spaziergängen kristallisierte sich immer deutlicher ihr Problem raus. Sie hatte eine massive Leinenaggression. Allerdings kam sie gar nicht runter, wenn sie sich erst mal aufgeregt hat.
Andere Hunde brachten sie völlig aus der Fassung. Sie heulte, fiepte, schrie. Trainer um Trainer wurde zu Rate gezogen mit dem Erfolg das ich mir nur immer unfähiger fühlte. Ich bin schuld, ich kann diesen Hund nicht führen. Das bekam ich zu hören. Sie/wir sind ein hoffnungsloser Fall.
Ich war soweit und wollte den Hund wieder abgeben. Ich konnte nicht mehr, man konnte kaum mit ihr auf die Strasse gehen. Sobald sie einen Hund von weitem sah, rastete sie aus und man hatte fast ein halbe Stunde Theater mit ihr.
Da sie ansonsten ein total lieber Hund war, kam von meinem Mann der Vorschlag, ihr noch ein halbes Jahr Zeit zu geben und sich einen Profitrainer zu suchen. Das war im Februar 2009.
Wir sind dann im März zu einem Tagesseminar gefahren. Da kam der entscheidende Tipp. Nachdem die Trainerin eine Weile mit uns gearbeitet hatte, fragte sie ob Lanyas Schilddrüsenwerte untersucht worden wären. Wir haben das verneint. Ich hatte bis dahin noch nie davon gehört das Hunde das haben können.
Zu Hause habe ich mich dann auf die Suche gemacht, zum einen nach einem neuen TA, zum anderen im Netzt nach Infos über SDU Hunde. Siehe da, es gab viele Übereinstimmungen mit meinem Hund.
Ich habe dann einen Termin mit dem TA vereinbart und ihr Blut abnehmen lassen. Sie lag im unteren Drittel der Werte. Eigendlich wäre das nicht behandlungsbedürftig. Aber wenn ein Hund verhaltensauffällig ist, sollte man behandeln.
Meine TAtin machte mir den Vorschlag sie mit Forthyron zu behandeln und regelmässig zu prüfen wie ihre Werte aussehen.
Im April 2009 haben wir angefangen sie zu behandeln. Es waren schnell Erfolge zu sehen. Lanya wurde ruhiger, konnte sich in der Wohnung entspannen. Hundebegegnungen brachten sie zwar immer noch zum Ausrasten, allerdings kam sie ganz schell wieder runter.
Im November 2009 haben wir ihr Blut abnehmen lassen und die Werte waren wieder sehr im Keller. Daraufhin wurde die Medikamentendosis langsam verdoppelt. Mit fatalen Folgen.
Lanya reagierte auf alles. Menschen, Tiere, Autos usw. Sie raste hinterher und hätte wohl auch zugebissen. Im Februar 2010 haben wir dann wieder angefangen zu reduzieren und lagen dann bei 800 mikrogramm Forthyron am Tag auf drei Gaben verteilt.
Seit dem ging es im Verhalten aufwärts. Man konnte mir ihr arbeiten. Sie hat sich konzentriert und war auch nicht mehr so sehr gestresst, sie war ansprechbar.
Im März 2010 bin ich wegen einigen Problematiken mit ihr zu einer Heilpraktikerin mit schamanischen Fähigkeiten. Das war ein Volltreffer für uns. Lanya ist mit Globolies eingestellt worden und wir haben uns aus dem Forthyron ausgeschlichen. Sie wurde entgiftet und wir haben eine Futterumstellung gemacht.
Das Ausschleichen aus den Medis hat fast 2 Monate gedauert. Mittlerweile haben wir September 2010 und Lanya bekommt nur noch Globolies. Ihre Blutwerte sind ok und der Hund selber auch. Sie kann entspannen und auch zur Ruhe kommen. Man kann mit ihr arbeiten und auch Sport treiben. Sie läuft sehr gut im Agi und wir werden die Zielobjektsuche anfangen. Ihre Unsicherheit hat sich gegeben. Ihre Unverträglichkeit mit anderen Hunden konnte ich mit Hilfe einiger sehr guter Trainer in händelbare Bahnen lenken.
Seit der Behandlung ist auch der Durchfall weg. Sie wiegt heute 37 kg.
Ich möchte mit unserer Geschichte, wie Gaby Betroffenen Mut machen. Nicht ihr seit das Problem sondern die Krankheit eurer Hunde, die von vielen nicht als Krankheit gesehen wird.
Es ist oft ein langer und schwieriger Weg zu einer Diagnose, die uns Halter verzweifeln lässt, aber es ist nicht hoffnungslos. Allerdings muss uns bewusst sein, das ein SDU Hund nie ganz normal sein wird. Sie sind mit ADHS Kindern zu vergleichen und brauchen eine stabile, klare Führung und einen Halter, der sie versteht. Einfach zu händeln sind diese Hunde nicht, aber für mich ist Lanya ein absoluter Traumhund und ich bin froh sie zu haben.
Ich habe allerdings auch Angelika Lederer , von der Gaby auch geschrieben hat, viel zu verdanken. Sie hat mir mit ihren Gesprächen mit Lanya mir meinen Hund noch näher gebracht und mir Wege gezeigt ihr mit Reiki helfen zu können.
An die Besitzer von Rassehunden kann ich nur appelieren, sprecht mit eurem Züchter und gebt nicht auf über diese Krankheit zu sprechen. Viele wollen es nicht wahrhaben und züchten mit betroffenen Hunden. Was sie zukünftigen Besitzern antun, das wisst ihr am Besten.
Bei Lanya vermuten wir das sie vom Vater her diese Krankheit geerbt hat. Er ist ein Ridgeback und die sind leider sehr häufig von einer SDU betroffen. Leider haben wir die SDU noch gefördert weil wir sie haben kastrieren lassen. Das bringt den Hormonhaushalt eines Hundes sehr durcheinander und kann eine SDU zur Folge haben.
Viele Grüsse
Claudia
Hier ein Link zu einer Seite, da geht es ebenfalls um die Leidensgeschichte eines Hundes mit Schilddrüsenunterfunktion. Es hat bei ihm 13 Jahre gedauert, bis dies diagnostiziert wurde:
http://www.felix-und-perry.de/html/schilddrusenunterfunktion.html
http://www.felix-und-perry.de/html/schilddrusenunterfunktion.html
http://www.yorkie-rg.net/forum/include.php?path=forum/showthread.php&threadid=3255
http://www.yorkie-rg.net/forum/include.php?path=forum/showthread.php&threadid=5812
http://www.yorkie-rg.net/forum/include.php?path=forum/showthread.php&threadid=3254
http://www.afghans4u.de/gesundheit/Hypothyroidism2.html
und natürlich Google nutzen……